Mittwoch, März 25, 2009

Rosa und Maria: "Wiener Tagebuch"


19. Februar, Donnerstag
Um 8:00 Uhr haben wir uns am Flughafen Menorca getroffen. Wir haben die Leute aus Ciutadella kennen gelernt. Wir sind nach Barcelona mit Clickair geflogen. Da haben wir gefrühstückt. Um 11:30 Uhr haben wir unser Gepäck aufgegeben. Der Flug war um 13:35 Uhr, aber er hatte zwei Stunden Verspätung. Wir sind spazieren gegangen, haben Bücher und Zeitschriften gekauft, haben mehr gegessen und getrunken... Um 15:15 Uhr wurden wir informiert, dass der Flug noch mehr Verspätung hatte, dass das Wetter in Berlin sehr schlecht war. Da hatten wir zwei Möglichkeiten: Wir könnten entweder in Barcelona schlaffen und am nächsten Tag fliegen oder auf den Start unseres Fluges warten, also später fliegen und in Berlin schlaffen... Wir haben uns für die zweite Möglichkeit entschieden: Wir wollten baldmöglichst nach Berlin abfliegen!
Am Ende sind wir um 17:30 Uhr ins Flugzeug eingestiegen, haben noch eine Stunde in der Maschine gewartet und schlieβlich sind wir abgeflogen, na endlich! Um 20:30 Uhr waren wir in Berlin. In Berlin war es tatsächlich kalt und alles weiß: es gab Schnee, viel Schnee. Wir hatten den Flug nach Wien verpasst. Wir haben unser Gepäck abgeholt und noch eine Stunde auf einen Transfer zum Hotel gewartet. Im Hotel haben wir zu Abend gegessen. Das Hotel war super und sehr bequem. Wir sind um 2:00 Uhr schlafen gegangen.
Unterdessen war Rosa noch in Barcelona, weil sie ein anderer Flug hatte. Um 12:00 Uhr ist sie nach Düsseldorf abgeflogen und um 15:30 Uhr war sie am Flughafen Wien. Da hat sie zweimal ein Ticket für die S-Bahn bezahlt... Sie ist in die Schnell-Bahn 7 eingestiegen. Nach zwei Minuten hat sie bemerkt, dass sie in die falsche Richtung gefahren ist. Sie ist in der nächsten Haltestelle ausgestiegen. Da hat sie eine Stunde lang mit sechs jungen Italienern gewartet. Erst in Wien ist sie von der Haltestelle Saint Marx bis zum Hotel Gabriel mit Bus gefahren, dort haben ihr zwei Wiener Jungen geholfen. Sie ist dann spazieren gegangen und hat ein italienisches Restaurant gefunden. Da hat sie zu Abend gegessen. Um 21:30 Uhr sollten ihre Mitschüler ankommen, aber sie waren noch in Berlin... Sie hat Paqui, eine Mitschülerin, die auch allein geflogen war, kennen gelernt und sie über die Verspätung des Fluges aus Barcelona informiert. Sie haben den Opernball im Fernsehen gesehen und sind dann früh ins Bett gegangen.

20. Februar, Freitag
Um 4:00 Uhr sind wir aufgestanden und eine halbe Stunde später in einen Bus eingestiegen, Richtung Berlin Flughafen. Unser Flug nach Wien war um 6:00 Uhr. Um 8:00 Uhr waren wir am Flughafen Wien. Aber wir sollten noch Tickets für die S-Bahn und die U-Bahn kaufen und das war nicht so einfach... Um 9:30 Uhr sind wir im Gartenhotel Gabriel angekommen. Es war sehr kalt und windig, aber zum Glück konnten wir endlich dort mit Rosa und Paqui frühstücken.
Um 11:00 Uhr sind wir mit der U-Bahn zum Zentrum gefahren. Wir mussten die Linie U3 (Ottakring-Simmering) in der Schlachthausgasse bis zur Herrengasse nehmen. Wir wollten die Hofburg besuchen. Wir haben den Michaelerplatz gesehen, und dann habe wir die Kaiserappartements der Hofburg betreten. Wir haben einen Eintritt gekauft. Die Verkäuferinnen waren nicht sehr freundlich... Wir haben uns in Gruppen getrennt und den Besuch in den Kaiserappartements und in der Silberkammer genossen. Dann haben einige die Österreichische Nationalbibliothek besucht, andere sind spazieren gegangen. José Luis, „Immer mehr!“ genannt, hat die Schatzkammer besucht.
Zum Mittagessen haben wir in einem Spezialitätenrestaurant gegessen, das Reinthaler’s Beisl in der Dorotheegasse. Wir haben sehr gute typische Speisen probiert. Wir waren noch in zwei Gruppen. Die erste -die Gruppe aus Maó- hat dann einen Kaffee im bekannten Café Hawelka getrunken und dort viele Fotos gemacht. Nachher haben sie den Stephansdom besucht. Die Gruppe aus Ciutadella sind mit Maria und seinem Freund Jaume spazieren gegangen.
Am Abend sind wir alle mit der S-Bahn nach Floridsdorf gefahren. Wir haben im Heurigen und Weingut Helm guten Weißwein getrunken und viele Kuchen gegessen. Später sind wir zum Bermudadreieck gegangen und haben in der Bar Kaktus Bier getrunken. Wir haben viel getanzt und viel Spaß gehabt.

21. Februar, Samstag
Nach dem Frühstuck sind wir zu Fuß zum Schloss Belvedere gegangen. Es gab viel Schnee auf der Straße, es war sehr wunderschön! Der jüngste Reisende, Miquel aus Ciutadella, hat einen kleinen Schneemann gemacht. Der Eingang hatte zwei Schmiedeeisentüren. Das Belvedere besteht aus zwei Gebäuden: dem Unteren Belvedere und dem Oberen Belvedere. Dazwischen gibt es einen Garten, er war völlig beschneit. Wir haben nur das Obere Belvedere besucht. Wir haben viele Bilder von Klimt, Van Gogh, Renoir, Monet, Schiele... gesehen. Das eindrucksvollste Gemälde war „Der Kuss”. Wir haben da fast zwei einhalb Stunden verbracht.
Dann sind wir mit der S-Bahn zum Zentrum gefahren. Wir sind an der Secession vorbei bis zum Naschmarkt spazieren gegangen. Da haben wir Gemüse gekauft und zu Mittag gegessen. Aber die Gruppe hatte sich nochmal getrennt...
Am Abend sind einige aus Maó zur Mariahilfestraße gegangen und dann mit den Linien 1 und 2 der Straβenbahn die Ringstraße enlang gefahren... Andere waren nochmal im Café Hawelka... Die Leute aus Ciutadella sind bis zu einem Einkaufszentrum gegangen. Maria hat in Wien ihre Freunde aus Mallorca besucht.
Um 19:00 Uhr haben wir uns alle am Stephansdom getroffen und sind mit der U-Bahn nach Heiligenstadt gefahren und da in den Bus Nummer 38A eingestiegen. Wir sind dann in Grinzing ausgestiegen und haben in einem anderen Heurigen zu Abend gegessen. Es gab wieder guten Weißwein, guten Schweinbraten, viele Torten und viel Musik. Einige haben sogar Walzer, Polkas und „Pasodobles” getanzt, denn es gab zwei sehr sympathische Musiker, die Musik gespielt haben.
Die jungen Leute und anderen Mitschüler sind ins Bett gegangen. Aber wie geplant, sind acht von uns nochmal zum Bermudadreieck gegangen, in die Bar Kaktus. Da haben wir Bier getrunken, viel getanzt, viele Leute kennen gelernt und viel gelacht. Marias Geburtstag hatte um zwölf Uhr angefangen. Wir sind relativ früh ins Bett gegangen...

22. Februar, Sonntag
Die Mutigsten von uns sind um 7:00 Uhr aufgestanden und haben gefrühstückt. Dann sind wir mit der U-Bahn wieder nach Heligenstadt und nochmal mit dem Bus Nummer 38A bis zum Kahlenberg gefahren. Es gab noch mehr Schnee, viel Schnee, weißen Schnee, es war auch sehr kalt. Deshalb konnte man Wien nicht sehen, aber wir hatten viel Spaß. Um 11:00 Uhr haben wir uns alle im Schloss Schönbrunn getroffen. Wir haben das Schloss mit Hilfe eines Audioguides besucht. Als wir drauβen waren, haben wir mit dem Schnee gespielt. Rosa und Silvia haben zwei schöne Engel gemacht.
Zum Mittagessen sind die jungen Leuten bis zum Prater gefahren. Die anderen sind zum Zentrum gefahren. Jose und Maria tanzten ein „Pasodoble” in der U-Bahn. Sehr lustig!
Zum Mittagessen sind wir in den Agustinerkeller gegangen. Sehr gute Speisen und natürlich, Weißwein. Nach ein paar Einkäufen im Museum Albertina, sind wir unter einem eindrucksvollen Schneefall zu Fuß zum Musikverein gegangen. Wir waren sehr müde, aber trotzdem haber wir ein Konzert der Wiener Symphoniker gehört. Ein Mann, der Marko Simsa heißt, hat das Konzert erklärt. Der Dirigent war Johannes Wildner. Die Symphoniker haben ein paar Stücke von Johann Strauss Sohn gespielt und Werke von anderen Komponisten, z. B. „Karneval. Ouvertüre A-Dur, op. 92” von Dvořák, “Trisch trasch Polka” und „Till Eulenspiegels lustige Streiche” von Richard Strauss.
Nachher haben Vidal und die jüngsten Leute im Reinthaler's zu Abend gegessen. Wir sind ins Café Central gegangen und haben auch ein wenig gegessen. Ein Man hat Klavier gespielt... Chopin. Es war sehr schön und romantisch. Wir sind dann zum Hotel zurückgefahren, wir wollten ins Bett gehen, aber... fünf Leute haben noch ein letztes Bier in der Kneipe Simon getrunken. Nur eins? Nur Bier? Nein, „immer mehr!”

23. Februar, Montag
Wir sind sehr früh aufgestanden und haben ein kleines Frühstück genommen. Wir sind nochmal mit der S-Bahn zum Flughafen gefahren und bis Berlin geflogen, dieses Mal onhe Verspätung. Um 12:00 Uhr waren wir zurück in Barcelona. Wir mussten auf das Gepäck warten. Rosa hat sich dann verabschieden, sie ist in Barcelona bei ihrer schwester geblieben. Wir hatten Zeit, deshalb sind wir in Barcelona ein bisschen spazieren gegangen. Nach dem Mittagessen waren wir nochmal in zwei Gruppen geteilt, aber wir haben uns am Flughafen wieder getroffen. Am Ende sind wir nach Menorca geflogen und mussten uns leider am Flughafen verabschieden... Gute Reise, nette Leute, viel aufgeteilt, was können wir noch wünschen...? Heute ist ein Teil unseres Herzens noch in Wien.

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